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Gefährdete Kirchen in Mecklenburg

 

etwa sieben Jahre nach der ersten Veröffentlichung über die gefährdeten Kirchen in Mecklenburg im Jahr 1998 freuen wir uns, dass der Oberkircherat uns Material aus seiner aktuellen Broschüre über die nach wie vor kritische Situation der Dorfkirchen Mecklenburgs gegeben hat.

 

109 von insgesamt 680 Kirchengebäuden sind im Bestand bedroht.

Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen diese Kirchen im geschichtlichen Überblick und mit ihren Bauschäden vorstellen.

 

Vielleicht wird mancher von Ihnen nach einem ersten Blick verwundert feststellen, dass die Gesamtzahl der „Notkirchen“ seit 1998 nicht abgenommen hat.

Tatsächlich konnten jedoch bis heute circa 75% der damals aufgeführten Objekte umfassend saniert werden.

 

Ausgehend von den dramatischen Zuständen unmittelbar vor der Wende wurden die schwerwiegendsten Schäden an bereits zu Ruinen verfallenden Kirchen, baupolizeilich gesperrten Gebäuden und einsturzgefährdeten Dachstühlen größtenteils behoben. Einen Gesamtüberblick und einige ausführliche Beispiele stellen wir Ihnen im Anhang vor.

Erheblichen Anteil daran hatten vor allem die tat- und finanzkräftigen Unterstützungen durch den Bund, das Land und die Kommunen, das besondere Engagement der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, kleinerer Stiftungen und einer Vielzahl von Fördervereinen, Spenden von Einzelpersonen und nicht zuletzt die jeweiligen Kirchgemeinden.

 

Einige der Kirchen Mecklenburgs müssen wir jedoch erneut in diese aktualisierte Veröffentlichung aufnehmen, weil sie trotz erheblicher Instandsetzungsarbeiten noch nicht vollständig gesichert werden konnten.

Die Landeskirche und ihre Kirchgemeinden können die notwendigen Mittel für den jährlichen Bauunterhalt ihrer Gebäude neben dem enormen Nachholbedarf an durchzuführenden grundlegenden Sicherungsmaßnahmen nicht ausreichend aufbringen. Dadurch hat sich seit 1998 der Bauzustand so mancher Kirche weiter verschlechtert, so dass sie jetzt als „Notkirche“ eingestuft werden muss. Diese Objekte wurden neu in die Zusammenstellung aufgenommen.

 

Bereits kleinere Schäden an der Bauhülle machen ein Kirchengebäude anfällig für Feuchte- und Frostschäden und begünstigen dadurch fortschreitenden Verfall. So können zum Beispiel bei starkem Regen schon wenige Fehlstellen in der Dachdeckung oder verstopfte Dachrinnen zur Durchfeuchtung der Dachstuhl- und Deckenkonstruktion führen und somit Pilz- und Schädlingsbefall begünstigen. Ausgewaschenes Traufpflaster, falsche Neigung des Traufgeländes oder ein ungenügender Dachüberstand begünstigen eine Durchfeuchtung des Sockelbereiches. In poröse Mauerwerksfugen dringt das Wasser leicht ein und bei kalter Witterung kann es zu Frostsprengung kommen.

 

Für das Interesse der Ortsgemeinden, die eigene Dorfkirche nicht aufzugeben, sind die andauernde, möglichst häufige Nutzung des Gebäudes und dessen regelmäßige Pflege wichtige Voraussetzungen, um die Erhaltung der Kirchen als öffentliche Räume auch für künftige Generationen zu ermöglichen.

 

Die Beschreibungen der gefährdeten Kirchen hat uns der Oberkirchenrat in Schwerin zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür. Sie sind im Buch "Gefährdete Kirchen in Mecklenburg 2005" veröffentlicht ISBN 3-00-017923-2. Das Buch können Sie beim Oberkirchenrat in Schwerin erwerben.


 
© Dorfkirchen in Not in Mecklenburg und Vorpommern Gemeinnütziger Verein zur Rettung und Erhalt des Kulturellen Erbe

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Schwerin

Schwerin, die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, ist auch Sitz des Oberkirchenrates und auch Sitz der Arbeitsstelle Nordkirche. Der Schweriner Dom ist die Predigtstätte des mecklenburgischen Landesbischofs.

Rendsburg

Die Landessynode der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche trifft sich zu ihren Synodaltagungen in Rendsburg im Christophorushaus.

Plau am See

Mitten im mecklenburgischen Feriengebiet liegt Plau am See. Hier kommt die mecklenburgische Landessynode zu ihren Tagungen zusammen.

Hansestadt Rostock

Rostock ist die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern und ist Sitz einer Superintendentur sowie der Evangelischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern. Hier die Kirche St. Petri.

Kiel

Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat ihren Sitz in der Landeshauptstadt Kiel. Dort befindet sich auch das Kirchenamt der Nordelbischen Kirche.

Lübeck

In Lübeck, der "Mutter der Hanse", hat Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter den Bischofssitz inne.

Greifswald

Die Hansestadt Greifswald ist Sitz des pommerschen Konsistoriums. Der Dom St. Nikolai ist Predigtstätte des pommerschen Bischofs

Hamburg

Hamburg ist Sitz der Landesregierung (Senat) und wird nach der nordelbischen Reform zwei Kirchenkreise mit zusammen rund 750.000 Mitgliedern haben, davon hat allein Hamburg-Ost 500.000. Der Sprengel Hamburg wird von Bischöfin Maria Jepsen geleitet.

Die Kirche zu Karcheez ist ein frühgotischer Backsteinsaal mit gerader Holzbalkendecke und hohem Feldsteinsockel. Sie entstand Ende des 13. Jh.