Die Feldsteinkirche in Barkow entstand vermutlich Mitte des 14. Jh. mit einer geraden Holzbalkendecke.
Der Ostgiebel war mit spitzbogigen Blendengliederungen verziert. Im 17. und 18. Jh. wurde die Feldsteinkirche nach Westen mit Ziegelfachwerk erweitert. Den ehemaligen Bretterturm ersetzte man 1786 durch eine zweigeschossige Fachwerkkonstruktion mit Pyramidenhelm.

Bauzustand und Schadensbild
Am Abend des 3. April 2004 brach der Dachstuhl der Barkower Kirche völlig unerwartet und nahezu vollständig zusammen. Dabei wurde der gesamte Innenraum des Schiffes zerstört. Lediglich Außenmauerwerk und Kirchturm blieben erhalten und konnten gesichert werden.
Die wichtigsten Sicherungs- und Bergungsarbeiten wurden von der örtlichen Feuerwehr am Unglücksort ausgeführt.
Gemeinsam machten sich die Dorfbewohner an die nötigen Aufräumarbeiten. Sie wollen ihr Wahrzeichen nicht aufgeben.
Auch in den Tagen danach arbeiteten bis zu 40 Freiwillige, um die Trümmer zu beseitigen und das noch Erhaltene zu schützen.
Neben dem Altar und dem Taufbecken konnte auch die Orgel nahezu unbeschädigt gerettet werden. Das 1884 in Schwerin gefertigte Instrument mit seinen fünf Registern und 245 Pfeifen aus Holz und Metall steht inzwischen zur Instandsetzung in einer Plauer Orgelwerkstatt. Schon in Mai 2004 fand die Gründungsversammlung des Fördervereins zum Wiederaufbau der Dorfkirche Barkow statt. Die Internetseite des Vereins www.dorfkirche-barkow.de
Zeigt eindrucksvoll die vielfältigen Aktivitäten rund um die Barkower Kirche. Ein gutachterlicher Architektenwettbewerb wurde ausgelobt. Der Beginn des Wiederaufbaus war im Oktober 2005, Richtfest im Dezember. Bald wird der Ort wieder einen Ortsmittelpunkt haben.
Viele boten bereits ihre Hilfe zum Wiederaufbau der Kirche an und es werden noch viele Spenden nötig sein, um die Dorfkirche wieder aufbauen zu können.
