Der spätgotische Feldsteinbau stammt aus dem 13. Jh.. Er wurde 1865 umfassend restauriert und umgebaut.
Mitte des 20. Jh. musste das Satteldach des Kirchenschiffes aus Sicherheitsgründen abgetragen und durch ein Flachdach ersetzt werden. Dieses wurde jedoch in den 60er Jahren durch einen Sturm beschädigt und musste 1970 ganz entfernt werden. Die ungenutzte Kirche verfiel zur Ruine.
Der noch erhaltene Westturm mit Backsteinobergeschoss und achtseitigem Pyramidenhelm und die Ruine des Kirchenschiffes prägten 38 Jahre lang das Dorfbild.
Erste Schritte zur Sicherung und Wiederherstellung veranlasste der 1993 gegründete Verein zur Förderung des Wiederaufbaus der Kirche zu Zernin.
Im Jahr 2000 konnte aufgrund erheblicher Förderzusagen die Planung für den Wiederaufbau in Verbindung mit einer Solaranlage gestartet werden.
Die ursprüngliche Kubatur der Kirche wurde durch eine moderne Konstruktion wiederhergestellt. Ein Stahltragwerk im Inneren der Kirche trägt den neuen Holzdachstuhl, damit das historische Mauerwerk nicht belastet wird. Ein umlaufendes Fensterband, welches zusätzlich Licht in den Innenraum bringt, schafft eine Trennung zwischen vorhandener Substanz und neuer Gestaltung.
Die Südseite des Daches ist vollständig mit Solarzellen verkleidet und der Strom, welchen die Photovoltaikanlage erzeugt, wird direkt in das Netz eingespeist.
Im Februar 2002 konnte die Fertigstellung und die Wiedereinweihung in würdevollem Rahmen gefeiert werden.

Bauzustand und Schadensbild
Die Kirche in Zernin ist ein gelungenes Beispiel für eine sinnvolle Erneuerung einer Kirche.
Nach der Instandsetzung des Kirchenschiffs sind weitere Maßnamen zur Sanierung des stark gefährdeten Westturmes dringend notwendig. Die provisorische Dacheindeckung des Helmes mit Pappschindeln muss schnellstmöglich ersetzt werden, um weitergehende Schädigungen zu verhindern.
