Der stattliche Backsteinbau wurde 1220 bis 1244 als Residenzkirche errichtet. Der leicht eingezogene, quadratische Chor und die zweijochige Nordsakristei sind mit Kreuzgratgewölben überdeckt. Das Langhaus war ursprünglich Mittelschiff einer Basilika, deren Seitenschiffe wohl schon um 1300 abgerissen wurden. Ende des 14. Jh. ergänzte man den mächtigen Westturm mit achteckigem Helm über vier blendengeschmückten Giebeln.

Bauzustand und Schadensbild
Die Dachkonstruktion des Schiffes ist im Bereich der Doppelschwellen durch Braunfäulebefall schwer geschädigt. Schubkräfte aus den Sparren verursachen Längsrisse in der Mauerkrone und gefährden so die Rundbogenfriese. Durch unterdimensionierte Zugstreben kommt es zu Lageverwerfungen der Sparren und somit zu starken Verwerfungen und Schäden an deren Kreuzungspunkten. Die verkleideten Holzbalken der Flachdecke weisen einen aktiven Anobienbefall auf.
