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Die kleine barocke Fachwerkkirche in Klempenow benötigt dringend Hilfe! Unser Förderverein "Dorfkirchen in Not in Mecklenburg und in Vorpommern e.v." will kurzfristig die Finanzierung eines verformungsgerechten Aufmaßes unterstützen, das die Grundlage für die Arbeit von Statiker und Planer sein wird.

Wenn das Fachwerk sich bedrohlich neigt – wollen wir helfen!

Die Fachwerkkirche in Klempenow war in den 1990er Jahren von Grund auf saniert worden und schien bei ihrer Wiedereinweihung im Jahr 2000 gerettet. Im Dezember 2017 führten beobachtete Verformungen im Fachwerk zu einer erneuten Sperrung des Baus.

Viele kennen Burg Klempenow und die jährlich dort stattfindenden, mittlerweile weit über die Region hinaus bekannten Märkte und Veranstaltungen. Fährt man auf der A 20 zwischen den Anschlussstellen Neubrandenburg und Anklam, sieht man westlich die idyllisch auf einer Anhöhe im Tollensetal gelegene Burg mit ihrem markanten Turm. Ein Abstecher lohnt sich – auch wegen der kleinen barocken Fachwerkkirche unmittelbar vor der Burg.

Sie wurde nach bisherigen bauhistorischen (dendrochronologischen) Datierungen im Jahre 1690 errichtet, zu einer Zeit, als Vorpommern sich noch im schwedischen Hoheitsgebiet infolge des 30jährigen Krieges befand.

 

Burg Klempenow von der Tollense aus gesehen
Fachwerkkirche Klempenow von Süd, Juli 2018. Erbaut wurde die jetzige Kirche laut dendrochronologischer Untersuchungen vermutlich um 1690. Eine Kapelle auf der Vorburg ist bereits 1494 urkundlich erwähnt. Der Windfang an der Südseite wurde 1825 angefügt.

Von notwendigen Reparaturen an der Kirche wird wiederholt schon im 18. und 19. Jahrhundert berichtet. Im 20. Jahrhundert wurden massive Schäden an Dachflächen, Außenwänden und Fußboden konstatiert. Der letzte Gottesdienst vor der Sanierung wurde Heiligabend 1989 gefeiert. Ein 1995 gegründeter Förderverein widmete sich der aufwändigen Sanierung der Fachwerkkirche.

 

die Fachwerkkirche während der Sanierung um 1997, Dia Hans R. Dorenburg. Die Ausfachung ist zum großen Teil herausgenommen, Fundamente erneuert, Schwellbalken und die Füße der Fachwerkständer ersetzt
Klempenow während der Sanierung um 1997, Dia Hans R. Dorenburg

Aktuell ist die Kirche gesperrt. Mit bloßem Auge ist zu erkennen, wie stark die Fachwerkwände sich aus dem Lot neigen.

Unser Förderverein „Dorfkirchen in Not e.V.“ will kurzfristig die Finanzierung eines verformungsgerechten Aufmaßes unterstützen, das die Grundlage für die Arbeit des Statikers und des Planers sein wird.

die Südwand neigt sich oben stark nach Norden (siehe im Vergleich die lotrechte Architekturgliederung des Hauses im Hintergrund!)
Hinweisschild der Kirchengemeinde Daberkow-Hohenmocker und des Fördervereins zur Sanierung der Fachwerkkirche Klempenow e.V. mit Spendenaufruf an der Kirchentür.
Innenraum nach Osten - es zeigt sich auch im Inneren die enorme Schiefstellung gegenüber dem Kanzelaltar (Der kirchliche Baubeauftragte Herr Dehnhardt legt die Waage an)