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Frohe, Gesegnete Weihnacht und ein gesundes, glückliches neues Jahr 2017!

... wünscht Ihnen herzlich der Vorstand von "Dorfkirchen-in-Not"

(aus unserem diesjährigen Weihnachtsbrief)

Liebe Vereinsmitglieder,
liebe Freunde und Förderer unserer Dorfkirchen,

Sehr gern verwende ich diese Anrede an Sie. Sie fühlen sich den Dorfkirchen in unserem Bundesland verbunden. Sie sind es, die mit Ihren Spenden, Beiträgen, Ihrem Engagement und Ihrem Interesse maßgeblich dazu beitragen, dass unsere Tätigkeit von Erfolg gekrönt ist. Wir können so einen wirksamen Beitrag bei der Sicherung und Instandsetzung von Mauerwerk und Fachwerk, von Kirchtürmen und Dächern leisten und damit die Bewahrung der nach wie vor in beträchtlicher Anzahl vorhandenen notleidenden Dorfkirchen unterstützen. 

Auch im Jahr 2016 beteiligen wir uns wieder an den Erhaltungsmaßnahmen gefährdeter Dorfkirchen in Mecklenburg-Vorpommern. Wir können sogar die Anzahl und die Höhe der Gesamtfördervorhaben gegenüber dem Vorjahr steigern. Fünfzehn Dorfkirchen haben wir zur Förderung ausgewählt, darunter die Kirche im vorpommerschen Groß Kiesow, wo die Instandsetzung der bauhistorisch wertvollen, aber stark geschädigten mittelalterlichen Dachkonstruktion aus der Mitte des 14. Jahrhunderts beginnen soll. Oder im mecklenburgischen Recknitz, wo das durch frühere fehlerhafte Sanierungsmaßnahmen in Mitleidenschaft gezogene mittelalterliche Dachwerk durchgreifend saniert werden muss. Auch im mecklenburgischen Rethwisch, wo einer der seltenen mittelalterlichen „Fachwerktürme“ der dringenden Instandsetzung bedarf oder im vorpommerschen Benz auf Usedom, wo die Instandsetzung der barocken Dachkonstruktion wichtig für den Erhalt der Kirche, besonders aber für ihre qualitätsvolle Deckenkassettenmalerei aus dem Jahre 1836 ist. Besonders freue ich mich darüber, dass wir die Kirche im mecklenburgischen Groß Varchow bei der Wiederherstellung des geschädigten Innenraumes unterstützen konnten, ganz im Sinne des Pastors Ludwig Wegner, der 40 Jahre in Groß Varchow tätig war und 2004 verstarb. Sein Vermächtnis war es, dass unser Verein hier unterstützend wirkt. Die Kirche ist nun im Äußeren und Inneren wiederhergestellt.

Schauen Sie doch bitte noch auf unseren Beitrag zur diesjährigen Mitgliederversammlung in Güstrow. Dort haben wir die Förderprojekte diesen Jahres eingestellt.

In der Bildergalerie sehen Sie neben unserem diesjährigen Weihnachtsbild – es zeigt ein Detail aus dem 1907 von der Glaswerkstatt Gottfried Heinersdorff Berlin hergestellten Weihnachtsfenster der Dorfkirche Behrenhoff in Vorpommern – weitere Bilder dieser wunderschönen Kirche. Wisseneswertes zu Behrenhoff finden Sie auch in unserer Rubrik „Projekte“.

Ich möchte Ihnen allen nun im Namen des Vorstandes ganz herzlich für Ihr Engagement danken und Ihnen eine frohe, besinnliche und gesegnete Weihnachtszeit wünschen, verbunden auch mit den besten Wünschen für ein gutes, erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2017!

Jens Amelung

(1.Vorsitzender)

Behrenhoff, Ansicht von Südwest, nach der Sanierung des Außenmauerwerks, Zustand 2016
Behrenhoff, Chor von Südost vor der Sanierung
Behrenhoff, Westgiebel nach der Sanierung, Zustand 2016
Behrenhoff Inneres nach West vor der Gewölbesanierung
Blick in den Chor vor der Restaurierung
ein Joch des Mittelschiffsgewölbes nach der Sanierung mit eingezogenem Zuganker aus Stahl
neu freigelegte Drolerieköpfe im nordwestlichen Gewölbezwickel des Langhauses, um 1420
Behrenhoff Höllenrachen, Chornordwand, E. 13. Jh., 1899 durch Hans Seliger übergangen, Zustand vor der Restaurierung
Detail des Höllenrachens auf der Chornordwand, Zustand vor der Restaurierung
Behrenhoff, Chornordwand Höllentor, in das alle Stände gezerrt werden, auch König und Bischof, Zustand vor der Restaurierung
Behrenhoff, Höllenfürst, Chornordwand, E. 13. Jh., 1899 übergangen, Zustand vor der Restaurierung
der Sündenfall, Chorsüdwand, E. 13. Jh., 1899 übermalt, Zustand vor der Restaurierung
behrenhoff, weihnachtsfester
Chorostfenster, Weltenrichter nach Entwurf Hans Seligers, 1907
Fensterrosette auf der Nordseite nach der Sanierung, Gusseisen Mitte 19. Jh.
Signatur und Stiftungsinschrift eines der Chorfenster